Unser erster Seetag

Showprogramm auf der AIDAmarVon Hamburg nach Southampton ist es ein ganz schönes Stück. Laut der AIDA-Heute beträgt die Entfernung 526 Seemeilen - das entspricht 974 Kilometer. So kamen wir in den Genuss unseres ersten Seetages.

Wir hatten uns mit meinem Bruder zum Frühstück verabredet. Beim Aufstehen fiel mir ein, dass ja die Borduhren in der Nacht von Samstag auf Sonntag um eine Stunde zurück gestellt wurden. Welche Zeit galt jetzt für unsere Verabredung? Blond, wie ich halt nun mal bin, schickte ich Brüderchen eine SMS, ohne darauf zu achten, dass diese Mitteilung auf dem Schiff ja um einiges teurer ist, als an Land. Prompt klingelte das Kabinen-Telefon. Telefonate von Kabine zu Kabine sind kostenlos! Habe ich auch ganz bestimmt im Bord-ABC gelesen, aber zu dem Zeitpunkt nicht dran gedacht. Na ja, bin mal gespannt, was meine Telefonrechnung sagt. 

Aber egal - Mami und ich wollten halt nicht eine Stunde vor dem Restaurant warten, bis Bruderherz auftaucht. (Was wir - unter uns gesagt - auch nicht getan hätten. Das Schiff ist groß genug, dass man sich eine Stunde anderweitig beschäftigen kann).

Frühstücksbuffet auf der AIDAmarAlso zum Frühstück. Von Kaffee über verschiedene Sorten Tee, frisch gepresste Säfte, verschiedene Milchsorten, Kakao und was weiß ich nicht noch alles, gab es genügend Auswahl an Getränken. Da wird bestimmt jeder fündig. Die Auswahl an Brot- und Brötchensorten, Obst, Quark-Variationen, Eiern in den verschiedensten Zubereitungsarten, Wurst- und Käseplatten, süßen Backwaren und und und, ließ manches Herz höher schlagen. Ich selbst bin ein absoluter Frühstücks-Fan - aber nur, wenn ich im Urlaub bin. Da könnte ich stundenlang sitzen und genießen.

Wie verbringt der erfahrene Kreuzfahrer einen Seetag? Viele Passagiere fanden sich auf dem Pool- und Sonnendeck ein, um die Seeluft und die Sonnenstrahlen zu genießen. Auf den Decks lagen warme Decken bereit, denn eine Außentemperatur von 9°C bringt doch so manche Gänsehaut zu Tage. Ein Besuch in der Sauna oder im Wellness-Bereich stand ebenfalls zur Auswahl. Wir selbst planten unseren Tag nach den Angeboten aus der Bordzeitschrift.

Zunächst ging’s auf das Außendeck (Deck 5) zum Shuffleboard mit Ronny. Weder meine Mutter noch ich konnten Erfahrungen in diesem beliebten Bordspiel vorweisen. Unsere erzielte Punktzahl war zwar sehr niedrig, aber der Spaßfaktor dagegen umso höher. Danach schauten wir noch eine Weile zu, wie Tanzlehrer Sören den interessierten Passagieren den Langsamen Walzer beibringt. Dann war es auch schon wieder Zeit, sich zu überlegen, in welchem der Restaurants wir zu Mittag essen wollen. Auswahl gab es ja genügend.

Leider habe ich es versäumt, das reichhaltige Angebot zu einem früheren Zeitpunkt zu fotografieren. Deshalb sieht es jetzt so „leergefegt“ aus. Aber ich kann den Lesern versichern: Alle Platten waren gut gefüllt. Die Küchen-Crew tischte permanent die leckersten Gerichte in den Buffet-Restaurants auf.

Für Fans von Burgern und Co. ist besonders der California Grill zu empfehlen. Von 12:30 Uhr bis 17 Uhr und von 18:30 Uhr bis 24 Uhr bekommt man dort Hamburger, Cheese-Burger, Bacon-Burger und andere Leckereien frisch zubereitet. Das heißt, man bestellt sich seinen Burger, bekommt eine runde, rot blinkene Scheibe und wartet an seinem Tisch. Sobald der Burger zubereitet und mit Brötchen und Pommes Frites auf dem Teller angerichtet ist, blinkt die Scheibe grün und vibriert. Der Gast holt sich seinen Teller ab und beginnt nach Herzenslust mit dem Belegen. Also so eine Art „Do-it-yourself-Burger“. Von Zwiebeln, über Salat, Gurken und Tomaten bis hin zu allerlei Soßen bleibt bestimmt kein Wunsch offen. Und dann - herzhaft reinbeißen.

Sportprogramme auf der AIDAmarAm Nachmittag ließ ich mich doch tatsächlich auf ein paar Runden „Air-Hockey“ mit meinem Bruder ein. Mir war zwar von Anfang an klar, dass ich gegen ihn keinerlei Chance hatte, aber wir beide hatten großen Spaß. Um 17 Uhr stand dann AIDA Boccia mit Ania auf unserem Programm. Treffpunkt: Time Out Bar auf Deck 11. Es fand sich eine ganz lustige Truppe zusammen, die mit der Gastgeberin eine unterhaltsame Stunde verbrachte. Die Boccia-Bälle sind natürlich nicht aus Metall oder Holz, sondern mit Sand oder Styropor gefüllte Säckchen. Unsere Spielfläche war das ganze Schiff. Beginnend in der Time Out Bar, über das Treppenhaus, in den Spa-Sport-Bereich, wieder zurück ins Theatrium und über die Treppe runter auf Deck 10. Es stellte sich heraus, dass in unserer Gruppe zwei Profis dabei waren, die um jeden Punkt kämpften. Aber keineswegs verbissen, sondern immer mit einer gehörigen Portion Humor. Leider war die Zeit viel zu schnell vorbei. Aber es gibt ja noch einen Seetag - und an dem sind wir mit Ania und dem Rest der Truppe schon wieder fest verabredet.

Heute wollten wir auf keinen Fall die Show der AIDA-Stars verpassen und uns vor allem auch gute Plätze sichern, so dass wir nicht nur was zu hören, sondern auch was zu sehen bekommen. Also fanden wir uns überpünktlich zur Präsentation der 6 Solisten ein, die an diesem Abend ihre stärksten Songs präsentierten. Was für Stimmen! Sowohl die Frauen, als auch die Männer, sowohl Solo, als auch als Gruppe, brillierten die Sängerinnen und Sänger mit ihren Lieblingssongs und begeisterten das Publikum. Wie wohl das Urteil vom Pop-Tian ausgefallen wäre, wären diese Kandidaten bei DSDS angetreten?

Nach dem Abendessen - das haben wir natürlich nicht ausfallen lassen - konnte ich meinem Laster, den Zigaretten, nicht widerstehen. Mein bevorzugter Platz befand sich im Außenbereich auf Deck 11 - natürlich nur in dem Bereich, der als Raucherzone ausgewiesen ist. Für die anstehende „Kapitäns- und Offiziersvorstellung“ im Theatrium vereinbarten mein Bruder, meine Mutter und ich keinen Treffpunkt, so dass ich die beiden im Theatrium verpasste. Es war mir nicht möglich, bei dem über 3 Decks verteilten Publikum irgendwo den Rest meiner Familie zu entdecken.

Unser Kapitän Jörg Miklitza und die Offiziere der AIDAmar wurden von General Manager Daniel Meissner und Entertainment Manager Christian Radke (der sich selbst als „Spaßminister“ bezeichnete) vorgestellt und von den Passagieren mit herzlichem Applaus empfangen.

So, wo finde ich jetzt Mami und Brüderchen? Beim Abendessen besprachen wir, den Abend im Brauhaus beim Schlager-Bingo zu verbringen. Also schnell rauf auf Deck 10 und sich strategisch günstig vor dem Eingang positionieren. Hoffentlich kommen die beiden nicht von der anderen Seite aus ins Restaurant. Aber warten wir einfach mal ab. Ich musste aber nicht lange alleine auf meinem Barhocker verbringen, denn beide hatten die gleiche Idee, nämlich mich am Restauranteingang abzupassen. Im vollbesetzten Brauhaus war eine ausgelassene Stimmung bei Schlagern von Helene Fischer, Andrea Berg, Jürgen Drews, DJ Ötzi und vielen anderen. War klar, dass wir bei den Songs sehr laut und mehr oder weniger richtig und schön mitsangen. Zwar reichte es bei uns nicht zum Bingo (alle Lieder erkannt und abgehakt), aber beim „Klingeling“ (eine senkrechte Reihe vollständig) waren wir des Öfteren dabei. Als Preis gab es dann ein Glas Sekt - aber für jeden Mitspieler nur einmal.

Wir merken gar nicht, wie schnell die Zeit verging, aber zumindest mein Durchhaltevermögen ließ doch langsam nach. Ein toller Seetag ging zu Ende und wir freuten uns schon auf unsere Hafeneinfahrt in Southampton. Aber erst Morgen - mein Bett war mir jetzt erst mal lieber.

Fotos: Ulrike Tenzer 

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